Endlich ist es passiert, nach vehementer Kritik vom Kinderschutzbund, da es immer wieder zu offenen Gewalttätigkeiten der Eltern gegenüber ihren wehrlosen Kinder kam, hat das Format Supernanny nun ausgespielt.
Katja Saalfrank selbst hat damit gut verdient, weint aber edle Erzieherinnen-Krokodilstränen. Die „gescriptete Realität“ sei nicht mehr in Ordnung gewesen und ihre erzieherischen Bild- und Textanteile immer weiter zurückgedrängt worden, so Saalfrank sinngemäß. Nun, Hauptsache die Quälerei von Minderjährigen vor der Kamera ist vorbei.
So zumindest muss man nicht mehr zur Primetime in dieses Format reinrutschen und als fassungsloser und ohnmächtiger Zuschauer wie ein Kaninchen in die Glotze hineinsehen, was so an Kindern verbrochen wird.
Mal ehrlich, vor dieser Sendung hocken, war doch in etwa so, wie in einer U-Bahn einer sich anbahnenden Schlägerei zusehen müssen. Man kann in beiden Fällen nicht reagieren, weil man eh keine Chance hat. In dem einen Fall könnte man noch das Handy benutzen, aber vorm Fernsehe sitzen und RTL anrufen, dass sie eingreifen, wenn Kinder zusammengeschrien und verkloppt werden?
Naja, endlich hat der Spuk ein Ende und man klebt nicht zur Primetime an dem Zeug fest, weil man wissen wollte, wie es in der Sendung ausgeht mit den heulenden Müttern und den für immer geschädigten Kindern.
Viel zu lang lief die Sendung, viel zu viel Missbrauch war geboten.
Bye bye Katja Saalfrank, sie hat es ja nur gut gemeint… oder wollte sie vielleicht einfach nur jeden Euro für das super laufende prollige Format abkassieren und musste gehen, weil die Briefe vom Kinderschutzbund immer länger wurden?


Frau zwischenTrümmern in Ishinomaki im Bundesstaat Miyagi, Aufnahme am Sonntagmorgen am 13.03.2011. Zwei Tage nach der Erdbebenkastrophe im Nordosten Japans.
copyright: AP Photo/The Yomiuri Shimbun, Tadashi Okkubo, 2011,

