Wenn es nach der russischen Atomholding “Rosatom” geht, könnten hübsche Frauen mit viel Haut den Ruf der russischen Atomkraft wiederherstellen. Die Holding “Rosatom” kürte zum Frauentag eine Reaktormitarbeiterin mit Idealmaßen zur Botschafterin für den Atomkraft-Werbeslogan “Ich lebe energiegeladen”. Für den Betrieb russischer Reaktoren wünscht man sich allerdings nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 23 Jahren bessere Argumente, aber vielleicht gibt es die nicht. Beim Volk seien sie beliebt, die russischen Schönen und stärkten das Ansehen der Atomkraft. Doch auch die russischen Verantwortlichen in der Metallindustrie, bei der Eisenbahn oder in einem Wärmekraftwerk lassen nackte Haut gegen ihr angekratztes Image auftreten. Ob “Miss Bikini” oder “Miss Öl und Gas”, dass diese “Argumente” auch international überzeugen können, bleibt schwer vorstellbar. Die Kandidatinnen kann man auf der Seite des Internetportals nuclear.ru des PR-Mitarbeiters Ilja Platonow bewundern.
In Tschernobyl, der Jahrestag der Reaktorkatastrophe ist am 26. April, sind inzwischen Wölfe, Vögel und andere Tiere wieder eingezogen. Zwar ist die Sperrzone im Radius von 30 Kilometern ein Rückzugsgebiet für Tiere geworden, aber die Forscher sind auf genetische Fehlprägungen gestoßen und haben eine gesunkene Lebenserwartung einiger Tiere festgestellt.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Spiegel