Datenschutz von Täter und Täterumfeld – Onlineportale reagierten

Die Internetschaulust ist grenzenlos. Nach Recherchen der „Netzeitung“ hat das Online-Netzwerk „SchülerVZ“ sowohl Daten des Winnenden Täters Tim K.`s, als auch Daten der Opfer des Amoklaufes aus seiner Datenbank gelöscht. Auch „Facebook“ und „Myspace“ haben nachgezogen und Tim K.`s Profile herausgenommen, das vermeldet die Süddeutsche Zeitung. Die Stichwort- oder Suchwortwolke bei yasni.de schreibt inzwischen den Suchbegriff des Tim K.`s sehr groß, da sehr viele den vollen Namen des Täters von Winnenden hier eingeben. Sie speisen diese Suchlust mit den Daten, die einige Medien den Lesern beiläufig zuspielen. So zögerten „n-tv“ oder die „Abendzeitung München“, nicht, den Namen des Täters und seines Wohnortes in voller Länge zu bezeichnen. Es bleibt unklar, warum die Medien so vorgehen. Der Täter Tim K. hatte nicht nur Eltern, die offensichtlich von der Einschätzung ihres Sohnes überfordert waren und es immer noch restlos sind, es gibt auch eine Schwester, die nun ebenfalls vor den Schaulustigen im Internet und im „Real Live“ fliehen muss.
Sicher – im Raum Winnenden und unter den Betroffenen herrschte kein Zweifel an dem Namen und Adresse der Familie, aber dass im Tagesgeschäft der Medien, beiläufig ganz Deutschland auf die Familie und ihren Wohnort aufmerksam gemacht wird erscheint unnötig. Warum große Medienhäuser keinen Stopp vor der vollen Namens- und Adressnennung machen, der Opferschutz damit auch mit verwässert wird, bleibt unklar. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Presserat sich mit der ungleichen Vorgehensweise befasst.

Netzeitung

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Eine Antwort zu “Datenschutz von Täter und Täterumfeld – Onlineportale reagierten

  1. Ob nun Erfurt, Emsdetten oder jetzt. Ein junger Mensch rastet aus, hat Waffen und erschießt wahllos Menschen Die Medien berichten, Politiker halten Reden und alle zusammen forschen nach Ursachen für die Bluttat. Schnell, allzu schnell, werden Computerspiele als Schuldige entlarvt. Von den Ursachen mal abgesehen, fragt niemand, warum normale Bürger Waffen im Schrank haben müssen.
    Nur um den martialischen Bräuchen aus dem Mittelalter nachzugehen und den besten Schützen zu ermitteln. Ich bin in der Großstadt geboren und alt geworden, Waffen, um mich zu beweisen brauchte ich keine. Es wird Zeit, dass da mal der Hebel angesetzt wird. Wenn die Politik der Jugend schon keine Zukunft zusichern kann, soll sie wenigstens den Zugang zu Waffen erschweren! Gesetze könnten die scharfen Waffen in privaten Haushalten generell verbieten, würden zumindest den Zugriff etwaiger Amokläufer auf ihr Mordwerkzeug sehr viel schwerer machen!
    Ob da nun Daten gelöscht werden oder was dieser Tim für Socken am Tag der Tat getragen hat, ist so unwichtig wie nur was!

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