Tim K. – Frage der Mitschuld wird langwierige Ermittlungen verursachen

Warum sträubten sich die Eltern gegen die Aussage der Klinik und ließen anwaltlich die psychiatrische Behandlung dementieren?
Die Frage danach, ob die Konflikte von Tim K. klar erkennbar waren, ist auch eine Frage nach einer größeren Mitschuld der Eltern. Aus der Einstufung der psychischen Status des Sohnes, leitet sich, insbesondere im Zusammenhang mit der Aufbewahrungspflicht der Waffen, ein anderes Strafmaß für den Vater ab. Denn das Herumliegen einer Waffe wäre im Falle eines Sohnes, der sich in einer psychiatrischen Behandlung befindet, von den Juristen schwerer bewertet, als das Herumliegen einer Waffe, wenn der Sohn „nur“ in ambulanter Behandlung gewesen wäre.
Die fünf Termine die Tim K. wahrgenommen habe, seien, so der Anwalt der Eltern, Achim Bächle, nicht im Rahmen einer Psychotherapie erfolgt, sondern als Einzeltermine.
Dass Tim K. wegen Depressionen in Behandlung war, ist eine Aussage, die bis hin zum Baden Württembergischen Innenminister Heribert Rech registriert wurde.
Gegenüber der Klinik hat Anwalt Bächle presse- als auch strafrechtliche Schritte angedeutet.
Wie letztlich das Gericht all diese Details auslegen wird – auf jeden Fall wird über die Einschätzung Tim K.`s gestritten werden. Nicht um die Eltern an den Pranger zu stellen, sondern um juristisch zu klären, wie schwer die ungesicherte Aufbewahrung der Waffe und Munition wiegt, die der Amokläufer seinem Vater entwendete. Der Polizeisprecher Klaus Hinderer hatte erwähnt, dass auch Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung möglich sein könnten.

Focun

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