Warum die Aussage über die Therapie von Tim K. für die Familie so wichtig ist

Das Hickhack um die Aussage zur Therapie des Amokläufers von Winnenden könnte einen juristischen Hintergrund haben. Sollte der Vater in Kenntnis der schweren psychischen Störung, die Waffe nicht ordnungsgemäß aufbewahrt haben, wird vermutet, dass eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung auf ihn zukommen könnte.
So schildern einige Medien die juristische Sachlage. So ließe sich erklären, warum hier die Aussagen differieren und warum der Anwalt versucht, die Klinik wegen ihrer Aussage zur abgebrochenen Therapie Tim K.`s zur Rechenschaft zu ziehen. Inwieweit die Bestätigung der Klinik, dass es eine Behandlung gab, bereits die ärztliche Schweigepflicht verletzt, wird vermutlich auch Thema der nächsten Berichte sein. Ob aufgrund des Mordes eine Ausnahme von der Schweigepflicht gemacht wurde, oder ob die Schweigepflicht hinsichtlich Patientendaten, die normal über den Tod hinaus gilt, sich nicht auf die Tatsache eines Aufenthaltes bezieht, könnte die Juristen noch eine Weile beschäftigen. Der süddetusche Rundfunk „SWR“ hatte den ärztlichen Direktor der Klinik zitiert, „Focus“ hatte diese Informationen bereits verarbeitet.
Der „Berliner Kurier“ befasst sich mit der Frage, inwieweit, es sich um ambulante Termine oder therapeutische Termine gehandelt habe. Auch muss die Frage gestellt werden, warum diese Terminserie nicht weitergeführt wurde.
In so einem spektakulären Fall, der den Tod von 15 Menschen kostete, könnte es sein, dass hinsichtlich der Klinikaufenthalte im Interesse der lückenlosen Aufklärung der Datenschutz anders verfügt wurde. Oder das auf Druck der Öffentilchkeit, der Datenschutz nicht möglich war. Warum sonst wurde der Klinikaufenthalt des Täters nicht als Ermittlungsdetail behandelt und geheim gehalten.
Alle Ermittler kommen zu dem Schluss, dass TimK. wesentlich mehr Menschen töten wollte, der Fall also noch viel dramatsicher Ausmaße hätte annehmen können, wenn es der örtlichen Polizei nicht gelungen wäre, den Jungen so unter Druck zu bringen, so dass er aus der Schule flüchtete.

Datenschutz von Täter und Täterumfeld – Onlineportale reagierten

Ermittler im Fall Winnenden – Spurensuche im Internet und bei den Ärzten

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