Schlüsselfigur für die Kinder von Michael Jackson: Die afrikanische Nanny Grace Rwaramba

Michael Jacksons Leben bestand hauptsächlich aus der Bühne und einem leibwächterbeschatteten Leben außerhalb dieser. Er hatte trotz abnehmendem Vermögen dabei immer soviel Geld, dass wohl wenige Menschen ehrlich zu ihm waren.
Grace Rwaramba gehörte nicht zu den Ja-Sagern in seinem Umfeld. Darum flog sie regelmäßig aus Jacksons Diensten, um dann wieder von ihm zurückgeholt zu werden.
rwamba paris und prince michaelGrace Rwaramba mit Paris Michael und Prince Michael

Vielleicht hatte Jackson in Grace Rwaramba die unabhängigste und ehrlichste Beraterin. Auch eine Heirat mit ihr war geplant, doch es gab formelle Hindernisse. Ursprünglich in der Tourorganisation tätig, gewann sie das Vertrauen von Jackson und arbeitete als Kindermädchen. Damit gehörte sie zum engsten Kreis der Jacksons. Sie stellte Jacksons Tablettenkonsum in die Kritik – und flog prompt wieder aus seinen Diensten. Sie vermutet sogar eine Eifersucht wegen ihrer Nähe zu den Kindern. Nichtsdestotrotz kam es zu diversen Wiedereinstellungen, dem Anschein nach gehörten diese Momente zu den hellen Ereignissen im Leben der Jackson-Kids.

Doch während Jackson zuletzt ein Nomadenleben in Bahrain in zu überhöhten Preisen gemieteten Häusern führte, sich von einer arabischen Gruppe abhängig machte, die auch seine Leibwächter stellte, empfahl Rwaramba, sich eine feste günstigere Bleibe zu suchen.
Doch Jackson bediente seine Spleens und blieb so weiter ein Getriebener. Nachdem die Neverland-Ranch längst ein Bankrottprojekt geworden war, das Geld für eine Putzfrau eingespart wurde, kaufte er im Gegenzug Antiquitäten im Wert von einer Million Euro und lagerte sie teuer ein, so Rwaramba. Die Schilderungen der Haushälterin klingen echt, zeigen sie doch die gespaltene Persönlichkeit Michael Jacksons, die auf der Bühne so überzeugend, im wirklichen Leben immer mehr wie sein eigener zerbrechlicher Schatten schien. Realitätsbezüge, Geldbezüge…, da hatte er eine Erfahrung übersprungen oder es war eine der Erfahrungen, die er nie machen durfte.

Grace Rwaramba mit Michael Jackson und Prince Michael auf Reise

Grace Rwaramba mit Michael Jackson und Prince Michael auf Reise


Wirkte Jackson am Anfang seiner Karriere stark und voller „Black Power“ , so schien er in jeder Dekade seines öffentlichen Lebens immer zerbrechlicher. Dünnhäutiger war er im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man es auf seine weiß gewordene oder weiß gebleichte Haut bezog, die sich nur noch um seine Gesichtsknochen zu spannen schien.

Seine große Bühnenpräsenz überzeugte Millionen, doch sich selbst, konnte er anscheinend nicht von sich überzeugen. Ob sein Weg zum weißhäutigen Michael Jackson eine Reaktion auf seinen strengen Vater war, von dem er sich so weit entfernen wollte, wie möglich, mutmaßen viele. Jackson erschuf einen hellhäutigen Michael Jackson wie aus Porzellan, der unberührbar wirkte.
Ob diese große körperliche Veränderung ihn stärker machte, darf bezweifelt werden. Den
kleinen Michael, der für die Bühne auf normale Kindheitserfahrungen komplett verzichten musste, konnte das nicht er damit nicht vergessen machen.

Die Verwandlung erreichte sein Innerstes nicht. Jackson blieb voller Irritation, aber er konnte sich, trotz aller finanziellen Möglichkeiten, nicht helfen lassen. Wann genau Michael Jackson begann, seinen Selbstzweifeln nur noch mit regelmäßiger Einnahme schwerer Antidepressiva zu begegnen, wird in der Öffentlichkeit wohl niemand erfahren. Selbst seine Teams erneuerten sich häufig, bis am Ende nur die bleiben durften, die ihn mit seinem Suchtverhalten nicht weiter hinterfragten.
Grace Rwaramba war kurz vor einer ihrer Wiedereinstellungen, die Kinder brauchten sie. Vielleicht war das Fehlen von Grace Rwaramba der Grund, warum Michael Jackson diesmal seine vermutete Tablettenabhängigkeit zum Verhängnis wurde, da niemand da war, der Michael Jacksons Sucht wirklich als so bedrohlich einstufte und niemand so hautnah kannte wie Grace Rwaramba.
Laut Rwaramba, erstarrten die Kinder, wenn Michael zu ihnen stieß und fürchteten seine Person. Die Masken, so die ehemalige Tourbegleiterin, wurden von den Kindern gehasst.
Deepak Chopra sieht vor allem in der Afrikanerin Rwaramba die eigentliche Mutterfigur im Leben der Jackson Kinder.
Die Schilderungen der Kinderbetreuerin über ihre Zeit mit den Kindern unterstreichen diese Nähe. Auch die von ihr geäußerte Kritik daran, dass die Kinder ohne Kontakt zu Gleichaltrigen oder ohne einen Schulalltag aufwachsen, hinterlassen den Eindruck, dass von ihr aus eine soziale Eingliederung der Kinder eine Chance hätte.
Man möchte glauben, dass nicht Debbie Rowe oder Kathrin Jackson, sondern Grace Rwaramba die eigentliche Schlüsselfigur für ein kindgerechtes Leben für die Jackson Kinder war und weiterhin sein könnte.

Für Michael Jackson selbst darf jetzt vor allem eines gelten: rest in peace.

unveröffentlichter Michael Jackson Song, 20 Sekunden: hier

Übersetzung von „A Tribute to my Friend M.J.“ von Deepak Chopra: „In Gedenken an meinen Freund Michael Jackson“
Originaltext Deepak Chopra: A Tribute to my friend Michael Jackson

Quellen: Berichte von AOL, Spiegel Online, Welt Online, oe24

Advertisements

2 Antworten zu “Schlüsselfigur für die Kinder von Michael Jackson: Die afrikanische Nanny Grace Rwaramba

  1. ich möchte mal sagen das die kinder auch ein kleines mitspracherecht hätten,und sie würden sich zum teil mit für grace entscheiden,sie war sicherlich wie michael selbst eine bezugsperson.Die kinder sind doch keine marionetten.Es wäre wohl auch an der zeit das michaels vater mal das leben von seinen sohn revue passieren lässt.jetzt kann er nichts mehr gut machen,aber jetzt hat michael seine ruhe die er auch brauchte.Ich habe auch nie an die missbrauchs anschuldigungen geglaubt,er war doch selber noch ein kind im herzen

  2. Ich glaube Michael Jacksons Hauptproblem waren die Medien und die Öffentlichkeit. Man kann den Medien nicht glauben, wenn sie was herraus geben,schaut euch doch an wie sie diesen Mann herruntergebracht und gestresst haben mit all ihren Lügen über ihn.Das mit seinem Vater ist auch übertrieben, ohne seinen Vater wäre er nicht so weit gekommen, sein Vater wird total schlecht dargestellt von den Medien, nur weil er ei Erfolgreicher Afro-Amerikaner ist.
    Michael Jackson wusste was er tut, er wusste auch welchen Weg er sich vorgenommen hatte. Man sollte bedenken, dass Michael Jackson ein ganz normaler Mensch war, man vergisst gerne all die guten Sachen die er in der Welt vollbracht hat, er hatt den ganzen Druck am Ende nicht mehr ausgehalten.Man sollte ihn in seinen guten und vorbildlichen Zeiten in Erinnerun behalten und die Schattenseiten einfach sterben lassen.

    Man vergisst oft,dass Menschen einfach nur Menschen sind und nicht mehr oder weniger.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s