Schwedische Forschergruppe: Tamflu Resistenzen befürchtet

Es verstärkt sich der Eindruck, dass der Verlauf der Schweingrippe nicht so schwer ist, wie anfangs aufgrund der Berichte vermutet wurde. Für die allermeisten Betroffenen bleibt der Krankheitsverlauf leicht kontrollierbar, liegt sogar im Ausmaß der Beschwerden unter denen einer normalen Grippeerkrankung.
Hingegen könnte die Entsorgung des Grippemittels Tamiflu über unsere Kläranlagen, der Stoff sein, aus dem die eigentlichen Probleme entstehen. So wurde das Medikament in Japan von großen Teilen der Bevölkerung aufgrund der Vogelgrippe vorsorglich eingenommen. Schwedische Forscher legen nun ein alarmierendes Untersuchungsergebnis vor. Sie hatten bereits vor zwei Jahren vor der übertriebenen Einnahme von Tamiflu gewarnt.

Jetzt ist Tamiflu in Japan bereits nachweislich in die Gewässer gelangt und wird von Vögeln über das Wasser aufgenommen. So werden über den Verdauungstrakt der Vögel Stoffe ausgeschieden, aus denen sich neue resistente Viren entwickeln können.
Das Medikament Tamiflu wird vom Menschen nur zu zehn Prozent verwertet, der Rest landete in den Kläranlagen. Von dort hat Tamiflu den Weg zurück in die Gewässer gefunden. Das beweisen die Untersuchungen der Wissenschaftler um Björn Olsen, Professor für Infektionskrankheiten in Uppsala und Studienleiter der Gewässeruntersuchungen auf Tamiflu.

Der schwedische Experte Olsen empfiehlt im Fall der Schweinegrippe, weitgehend auf eine Tamiflueinnahme zu verzichten. Denn die Gefahr der Bildung eines Tamiflu-resistenten Virus über die Wasservögel werde sich sonst unnötig vergrößern.

Quelle: taz

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