E10 war für 90 Prozent der Autos vorgesehen – Bezingipfel am Dienstag

Ursprünglich für Anfang 2009 geplant, spielte sich die Einführung des E10 Superbenzins gegen Quartalsende 2011 ab. Doch die Tankstellen machten und machen sich nicht die Mühe, vorgesehene Infoschilder aufzuhängen, verkaufen lieber ihr teures Superplus an vor den Zapfsäulen verunsicherte Kunden.

Seit wenigen Tagen wird eine negative Langzeitwirkung auf Motoren thematisiert. Die Firmen BMW und Mercedes sollen nun plötzlich nach der Einführung des Benzins nun die Verträglichkeit für alle Autotypen anzweifeln. Wegen der Wahrscheinlichkeit einer Kodensation sei eine verdünnende Wirkung auf den Ölkreislauf der Wägen nicht ausgeschlossen. Dies habe eine Schädigung der Motoren zur Folge. Die Vorwürfe sind sehr neu, schwer zu glauben, dass es im Vorfeld hierzu keine Tests gab. Immerhin ist der E10 Kraftstoff nicht der einzige und erste Biosprit auf dem Markt. Und es soll Motoren geben, die reinen Biosprit fahren. Es klingt eher so, dass die Presse sich über die chaotische Meinungsbildung freut, und mit dem verunsicherten Verbraucher Auflage machen will. Nicht der Biosprit, sondern die schlechte Informationslage über das konkrete Verhalten an den Tankstellen scheint das Thema. Auf jeden Fall wird kein Auto kurzfristige Schäden davontragen.

Bleibt zu hoffen, dass der anberaumte Benzingipfel am Faschingsdienstag, den Ethanol-Nebel etwas lichtet und unparteiische seriöse Fachleute zu Wort kommen.

Welche Fahrzeuge welche Verträglichkeit aufweisen, findet man im Netz bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), die in Zusammenarbeit mit dem Verband der Automobilindustrie (VdA)und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ein pdf zur Verfügung stellt. Auf der Grundlage von Herstellerinformationen ist diese Liste mit Stand 17.12.2010 einsehbar. Nicht geeignete Fahrzeuge werden zum Beispiel bei den VWs detailliert aufgeführt. Auch Motorradmarken finden sich auf den Seiten. Hier klicken:
E 10 Verträglichkeiten aller Hersteller: Liste der E10 Ausnahmen. Also – keinen Schreck kriegen, wenn der eigene Wagen hier n i c h t gelistet ist, ist das gut, denn dann ist er E10-verträglich.

Wegen einer Verwendung dieser neuen Kraftstoffe, die künftig nach neuer gesetzlicher Regelung bis zu 10% Ethanol enthalten können, sollte sich jeder Kunde vorm Tanken absichern.

Dafür ist dieses Liste gut geeignet. Allerdings geben nicht alle Autohersteller hier eine Sofortinformation heraus. Wer einen Chevrolet, Hummer oder Corvette fährt, erfährt lediglich die Hotline-Nummer seines Herstellers zu diesem Thema mit der Bitte um Anruf. Diese Autonutzer dürften die jetzigen Kosten für das Super aber auch nicht schrecken. Das Thema Umweltnutzen ist auch kaum ein Anliegen dieser Autofahrer.

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