Tierfütterung – jetzt oder noch nicht jetzt

Eine verbreitete Meinung ist – Tiere suchen sich selbst was sie brauchen, der Mensch greift nur in eine geregelte Natur ein und verfälscht das Ergebnis.

Doch eine „geregelte Natur“, ein ausreichendes Nahrungsangebot ist Theorie. Zunehmende Bauvorhaben auch in Stadtrandgebieten zerstören sukzessiv natürliche Lebensräume. Die Platzierung großer Märkte mit gleichem oder ähnlichen Warenangebot im Stadtrandgebiet führen zu Pleiten einzelner Unternehmen, leider wurde der Lebensraum für Vögel dann schon zerstört. Der Niedergang der Praktikerbaumärkte hat zu neuen Konsumtempeln gefüht, eine Rückeroberung von Beton für die Tierwelt setzt sich so nicht durch. Das Umweltbundesamt meldet eine tägliche neue Versiegelung in Siedlungs- und Verkehrsfläche von etwa 113 Fußballfeldern. Eine Alternative bilden die Aktivitäten des LBVs, der Flächen ankauft und damit Sicherheit für Wildtiere einkauft.
Die Wildtiere im städtischen und auch im Stadtrandgebiet brauchen unsere Unterstützung. Das kann ein Naturschutzbund oder Vogelschutzbund nicht allein. Sie sind auf die Hilfe mitfühlender Menschen angewiesen. Vögel und Eichhörnchen verhungern leider selbst in großen Parks von Großsstädten. Das ist die Bilanz der Mitarbeiterin einer Eichhörnchenschutzstation mitten in München. Zum einen werden die Tiere schwach und es passieren dann Unfälle, die zu ihrem Tod führen. Dies als eine „natürliche Dezimierung“ zu bezeichnen wäre zynisch. Aufgrund unserer reduzierten Grünflächenangebote für Wildtiere und sich ausweitendem Bauland auch im Stadtrandgebiet ist der Verlust jeden Tieres schade. Die Tiere, die sich durchsetzen können und Brutflächen finden und tatsächlich Nachwuchs zeugen werden immer weniger. Wildtieren beim Überleben zu helfen ist nicht nur bei zugeschneiter Landschaft erforderlich. Wer dieses Stück Verantwortung übernehmen will, bekommt viel zurück. Vogel- und EIchhörnchenbesucher verbreiten gute Laune. Einfach mal ausprobieren wie sich das anfühlt.

In der Innenstadt werden nicht alle Futterstellen angenommen, da die Tiere vorsichtig sind. Der LBV (Landesbund für Vogelschutz) unterstützt bei solchen Ansinnen, bietet Kurse und Kontaktmöglichkeiten zu anderen Tierfreunden.

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