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Kornblumen Saatgut sammeln und die biologische Vielfalt vergrößern

Die Honigbiene ist der größte Fan der Kornblume. Doch es gibt leider nicht mehr allzu viele Kornblumen. Kornblumenfelder sind eine Naturschönheit. Allein oder gepaart mit Mohn, Kamille gehören sie zu einem perfekten Sommer. Wer Mitte August verblühte Kornblumen sieht, kann sich ein paar Samen mitnehmen und im eigenen Garten, fremden Gärten, auf geeigneten Freiflächen oder auch an Wegrändern aussäen. Auch verschiedene Hummelarten suchen die Kornblume. Unter anderem die Stein-, Garten-, Acker- und Waldhummel lassen sich den gehaltvollen Kornblumenpollen schmecken. Wer die Bienen bei der Pollenernte sieht, entdeckt, ist an einem wärmeren Tag unterwegs. Siehe auch: https://loginblog.wordpress.com/?s=Warum+Bienen+in+unseren+Gartenpflanzen+%C3%BCbernachten+m%C3%BCssen. Pestiziden, schwindender Blumenvielfalt an Wegrändern kann man entgegentreten, indem man sich ab Mitte August einmal die verblühten Köpfe der Blütenkelche der Kornblumen genauer ansieht und Samen für eine spätere Aussaat erntet. Die Samen der Kornblume sind gut versteckt. Wenn sich die letzten Blütenblätter vom Kelch trennen, ist die Samenkapsel noch geschlossen und die Samen noch nicht flugbereit. Dann öffnet sich der hellbraune Kelch und die trockenen ehemaligen Schutzblätter bilden einen schönen Kranz.

Kornblumenkelche verblueht

Doch wer den Blütenkopf oberflächlich untersucht, stößt auf keine brauchbaren Samenschirmchen. Erst wenn man den edelweißartig wirkenden weißen Pelz in dem Blütenkopf ohne Blütenblätter genauer untersucht, stößt man auf einen runden festen Kern. Wenn man diese Kugel vorsichtig bricht, und dann vorsichtig mit dem Daumennagel ausschabt fallen hübsche kleine Pinselchen heraus. Es finden sich häufig etwa 10 Schirmchen in einer Samenkapsel. Jetzt kann man dieses Saatgut, wenn es bereits getrocknet ist, in Behältern aufbewahren. Sicher vor Schimmelprozessen sind sie in Papiertütchen wie zum Beispiel für Frühstücksbeutel. Denn auch trocken geglaubte Schirmchen können eventuell noch Feuchtigkeit enthalten. Die Kornblumen gibt es im typischen Blau, aber auch in Rosa und Dunkelviolett. Schön anzusehen:

KornblumensaatgutKornblumensaatgut auf dem Gartentisch

Die Samenschirmchen haben auch unterschiedlich gefärbte Pinselchen und natürlich haben sie unterschiedliche Größen. Der perfekte Erntezeitpunkt der Samen ist der, wenn die Köpfe der Kornblumen schon etwas dunkler werden, also dunkelbraun, dann sitzen sie lockerer und die Samenkapsel öffnet sich fast von allen bei einer leichten Berührung. Doch da man diesen Zeitpunkt oftmals nicht genau abpassen kann, kann man auch schon etwas früher losziehen. Da in vielen Bereichen Kornblumen nur als eine begrenzte Anzahl gepflanzt werden, werden sich die vielen Schirmchen nicht zu neuen Kornblumen entwickeln und wer sie dann sorgfältig anzieht, das heißt auch bewässert, vergrößert die Pflanzenvielfalt. Wer die biologische Vielfalt vergrößern will, kann sich so daran beteiligen und in langweiligen Wiesenrändern diese Kornblumenschirmchen ablegen. Sie sind Lichtkeimer und könnten es auch ohne Bewässerung schaffen, wenn die Wetterbedingungen gut sind. Da einige Samen auch überwintern und das nächste Jahr treiben, können sie von alleine wiederkommen. Wenn ihre Aufzucht aber betreut wird, haben die Kornblumen bessere Chancen. Hier noch ein Bild von der Ausbeute:
KornblumensaatgutKornblumensaatgut auf dem T-Shirt

Im Detail gibt hier wertvolle Informationen zu den Kornblumen im Kreislauf der Natur, die zur Aussaat von Konrblumen insprieren:

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=261